In den letzten Jahren ist das Wissen um die Schlafstörungen insbesondere der Schlafapnoe deutlich gewachsen, wodurch auch das Bewusstsein und Verständnis für dieses Krankheitsbild sowohl in der Gesellschaft als auch in medizinischen Fachkreisen zugenommen hat.
Das Krankheitsbild der Schlafapnoe ist von wiederholten Atemaussetzern während des Schlafes gekennzeichnet. Diese treten nicht nur, wie häufig vermutet, bei erwachsenen, übergewichtigen und schnarchenden Menschen auf, sondern machen sich auch schon bei den ganz Kleinen bemerkbar. Insbesondere bei Kindern ist die Schlafapnoe eine ernstzunehmende Schlafstörung, die dringend ärztlich untersucht werden sollte. Denn nicht nur auf den Schlaf an sich, sondern auch auf den Tag und damit die Entwicklung und Gesundheit des Kindes haben die nächtlichen Atemaussetzer einen weitreichenden Einfluss.
Wenn im Schlaf die Luft zum Atmen fehlt, versetzt sich der Körper in Alarmbereitschaft. Wird diese erhöhte Alarmbereitschaft dauerhaft aufrechterhalten, können wir uns vorstellen welchem Stress der Körper in der Nacht ausgesetzt ist.
Normalerweise dient die Nacht der Erholung, Regeneration, dem Wachstum und der Entwicklung eines Kindes. Diese Prozesse werden jedoch durch die wiederkehrende Atemnot deutlich beeinträchtigt. Ein entscheidender Faktor für die Prävention und Behandlung dieser Störung ist das Erkennen der Symptome.
Die häufigsten nächtlichen Anzeichen sind zum einen das laute Schnarchen gepaart evtl. mit Atemaussetzern. Außerdem führt die Atemnot zu einem unruhigen häufig auch unterbrochenen Schlaf, bei dem das Kind sich vermehrt bewegt. Nicht selten führt diese Unruhe zu nächtlichem Schwitzen. Die Mundatmung in der Nacht kann ein weiteres Anzeichen für einen gestörten Schlaf sein.
Auch am Tag machen sich die Auswirkungen der Schlafapnoe bemerkbar. Neben einer übermäßigen Tagesmüdigkeit und einer erhöhten Reizbarkeit können Konzentrationsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten wie Unruhe und Hyperaktivität auftreten. Zudem kann es aufgrund des nächtlichen Sauerstoffmangels zu morgendlichen Kopfschmerzen kommen. Auch am Tag hat sich bei Patienten mit einer Schlafapnoe häufig die Mundatmung etabliert.
Zu den Risikofaktoren einer Schlafapnoe bei Kindern zählen Übergewicht, vergrößerte Mandeln/Polypen, Mundatmung sowie Kieferfehlwachstum.
In der Kieferorthopädie geht es v.a. um das Kieferwachstum und genauer, um das große Wachstum der Kiefer, damit alle Zähne im Kiefer Platz finden. Zusätzlich sollten Ober- und Unterkiefer richtig zueinander wachsen, damit die Zähne richtig zusammenbeißen können. Mundatmung und eine offene Mundhaltung stören dieses regelrechte Wachstum. Es kommt zu Platzmangel für die Zähne (schiefe Zähne) und einer Rücklage des Unterkiefers. Damit nimmt das Risiko, zu einem späteren Zeitpunkt an einer Schlafapnoe zu erkranken, zu.
Ziel einer präventiven, kieferorthopädischen Behandlung (wie mykie®) ist es, enge Kiefer und eine Unterkieferrücklage gar nicht erst entstehen zu lassen bzw. frühzeitig zu therapieren.
Ein kompetenter Lippenschluss mit Nasenatmung möglichst viel tags und nachts ist ein zentraler Bestandteil in der Prävention und Therapie der Schlafapnoe bei Kindern.
Weitere Informationen einer präventiven, kieferorthopädischen Therapie, die die Umstellung von Mund- auf Nasenatmung mit in den Fokus nimmt, finden Sie unter: www.mykie.de oder mykie-trainings.de
Quellen:
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