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Viele Menschen werden zurzeit vom Heuschnupfen geplagt. Juckreiz, Niesen, verstopfte Nase, Kopfschmerzen: Als Allergiker kennt man viele unangenehme Symptome. Dabei denkt man nicht unbedingt an Mundatmung und ihre Folgen.
Frühlingszeit ist Pollenzeit! Ist Heuschnupfenzeit! Für viele Menschen ist das ein echtes Problem. Denn sie reagieren allergisch auf Blütenstaub. Verstopfte, laufende Nasen, rote, juckende Augen sind häufig die Folge. Weil frühere Generationen die Ursache des Phänomens noch nicht kannten, es aber vornehmlich beim Heu-Machen beobachteten, gaben sie ihm einen scheinbar treffenden Namen. Die allergischen Reaktionen können aber ganzjährig auftreten. Medizinisch korrekt spricht man von „allergischer Rhinitis“ oder „Rhinokonjunktivitis“. Diese Namen beziehen sich auf das hauptsächliche Symptom der verstopften Nase bzw. auf die zugrundeliegende Entzündung der dort sitzenden Schleimhäute. Auch als „Pollinose“ ist diese körperliche Beeinträchtigung bekannt. Im Gegensatz zur Rhinitis spielt diese aber nicht auf die Wirkung, sondern auf die Auslöser des Heuschnupfens an. Egal wie: Heuschnupfen ist mehr als unangenehm.
Oft stehen Nase und Augen im Vordergrund. Aber auch Brennen oder Juckreiz am Gaumen und im Rachen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit können mit einer Allergie in Zusammenhang stehen. Und auch Zahnschmerzen gehören zu den Symptomen, mit denen Pollenallergiker zu kämpfen haben.
Eine Allergie ist für den Körper belastend. Man schläft schlecht, ist angespannt und beißt womöglich unbewusst die Zähne zusammen. Die Folge sind Zahnschmerzen, eine verkrampfte Kiefermuskulatur, noch mehr Verspannungen, Kopfschmerzen und manchmal auch Zahnfleischprobleme.

Studien konnten zeigen, welche negativen Effekte bei Kindern bei der Entwicklung des Gesichtsschädels und des Kieferwachstums durch die gestörte Nasenatmung und damit verbundene Mundatmung auftreten können. Lange schmale Gesichter, ein hoher Gaumen mit schmalem Oberkiefer, Kreuzbisse oder die Kippung der oberen Schneidezähne Richtung Lippe können die Folge sein. Auch die gesamtsystemischen Folgen durch die verminderte Sauerstoff-Aufnahme sind immens. Nur die Nase filtert die Atemluft und führt zu einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Sauerstoff und CO2 im Blut.
Warum ein trockener Mund gefährlich sein kann
Dazu kommt ein weiteres Problem, wenn man wegen der verstopften Nase vermehrt durch den Mund atmet: Mund- und Rachenschleimhaut trocknen zunehmend aus. Durch den ausbleibenden Speichel fehlt den Zähnen ein wichtiger Schutz. Denn der Speichel übernimmt eine Reinigungsfunktion. Er enthält Ionen wie Kalzium, Natrium oder Fluorid. Ohne Speichel werden Viren, Bakterien und Essensreste nicht mehr fortgespült, die körpereigenen Antikörper sind reduziert, und Säuren im Essen werden nicht mehr ausreichend neutralisiert. Als Folgen von trockenem Mund können sich daher Mundgeruch, Entzündungen der Mundschleimhaut und Karies auf den Zähnen ausbreiten. Zahnschmerzen können die Folge sein.
Um Zahnschmerzen durch Heuschnupfen vorzubeugen, sollte man als Allergiker ein paar Tipps beachten. Hausarzt, HNO-Arzt oder Hautarzt beraten zu den verschiedenen Behandlungsmethoden wie etwa einer spezifischen Immuntherapie (SIT), auch „Hyposensibilisierung“ oder Allergie-Impfung genannt, sowie den verschiedenen Medikamenten, die die Allergie-Beschwerden lindern: z. B. Antihistaminika oder Kortison.
Medikamente bekämpfen nicht die Ursache der Allergie, sondern mildern nur die Symptome ab. Darüber hinaus ist es auch eine sinnvolle Strategie, den Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen so gut es geht zu reduzieren. Diese Strategie nennt man auch Allergenkarenz.

Quellen:
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