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Wer sein Lächeln verschönern möchte, hat statt einer Zahnspange sicherlich schon einmal über die Verwendung von Alignern nachgedacht. Wer zusätzlich seine Zahnverfärbungen loswerden will, möchte vielleicht beides kombinieren: eine Aligner- und eine Bleaching-Behandlung. Ob das funktioniert und wie man am besten vorgeht, wird im Beitrag erklärt.
Wer sich die Mühe macht, Zahnfehlstellungen mithilfe von Alignern zu korrigieren, erwartet nach Abschluss der Behandlung ein perfektes Lächeln. Dazu gehören nicht nur gerade Zähne, sondern für viele auch ein strahlendes Weiß. Die Frage ist, ob man während einer Aligner-Behandlung auch eine Bleaching-Behandlung absolvieren kann. Grundsätzlich ist es bei dieser Fragestellung ratsam, seinen Zahnarzt oder Kieferorthopäden vorab zu konsultieren und einen individuellen Behandlungsplan zu erarbeiten.
Im Allgemeinen sind Aligner-Schienen nicht fürs Bleaching ausgelegt. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, während einer Aligner-Behandlung seine Zähne aufzuhellen. Ein System, das beide Methoden kombiniert, stammt von der Marke Invisalign®. Mit dem „Whitening System“ in Form eines Gels wurde ein Zahnaufhellungssystem auf den Markt gebracht, das sich anwenden lässt, während man die Aligner und Vivera Retainer der Marke Invisalign® trägt. Auch wer Attachments trägt, kann die Prozedur anwenden.
Für die Aufhellung sorgt die Substanz Carbamidperoxid, die dem Inivisalign® Whitening System beigegeben ist. Das Peroxidgel zersetzt sich bei der Anwendung in seine Einzelbestandteile Wasser, Sauerstoff und reaktive Sauerstoffmoleküle. Es verteilt sich optimal auf den Zähnen, da es eine spezielle Viskosität aufweist, die eigens für die Verwendung mit Invisalign Alignern und Vivera Retainern entwickelt wurde. Das Aufhellungsmittel muss nicht in Kontakt mit der gesamten Oberfläche des Zahns kommen, um ihn überall aufzuhellen. Denn die reaktiven Sauerstoffmoleküle durchdringen sowohl den Zahnschmelz als auch das im Zahninneren liegende Zahnbein (Dentin) vollständig. Die verfärbten Moleküle im Zahn werden hierbei nach und nach einer chemischen Reaktion ausgesetzt. Das Ergebnis sind weiße, strahlende Zähne.
Die Zahnaufhellung dauert in der Regel rund zwei Wochen. 14 Nächte lang muss das System acht bis zehn Stunden im Mund getragen werden. Das Whitening System ist so beliebt, weil es folgende Vorteile bietet:
Eine Behandlung mit einem Gel auf Peroxidbasis ist sehr effektiv; eben dies kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Zum Beispiel kann die Behandlung das Zahnfleisch übermäßig reizen und die Schmerzempfindlichkeit der Zähne erhöhen. Bei erschöpftem Zahnschmelz und angegriffenem Zahnfleisch ist ein Gel nicht die beste Lösung. Wer sich bereits einer Aligner-Prozedur aussetzt, möchte auf zusätzliche Beschwerden verzichten.
Es gibt sanftere Methoden der Zahnaufhellung während einer Aligner-Behandlung. Man kann alternativ aufhellende Zahnpasta oder Mundwasser nutzen. Sie sind nicht so aggressiv wie Gel, sorgen aber auch für weniger sichtbare Verbesserungen. Keine Alternative für Menschen mit Alignern hingegen sind Produkte wie „White Stripes“ (Streifen zur Zahnaufhellung) oder sonstige Hausmittel und Homebleaching-Sets, die man im Drogeriemarkt oder Internet findet.
Das ist zunächst einmal der überteuerte Preis. Zudem verspricht deren Werbung zwar schnelle und effektive Ergebnisse. Wer aber Attachments oder festsitzende Retainer trägt, sollte beachten: Am Ende können die Bereiche, die einer Heimanwendung ausgesetzt wurden, aufgehellt sein, wohingegen die Bereiche, die hinter Attachments und Retainern liegen, verfärbt bleiben. Dies kann zu ungleichmäßigen weißen Flecken auf den Zähnen führen, die deutlicher sichtbar zutage treten, wenn die Attachments am Ende der Aligner-Behandlung entfernt werden.
Zahnärzte und Kieferorthopäden weisen darauf hin, dass Aligner stets fest am Zahn anliegen müssen, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Nur dann bringen sie beste Ergebnisse. Befindet sich zwischen Zahn und Schiene eine Substanz, kann die Wirkung möglicherweise beeinträchtigt werden – die Folge: Die Behandlungsdauer verlängert sich. Gleichzeitig kann Gel durch den festen Sitz des Aligners zwischen Schiene und Zahn herausgedrückt werden und in den Mundraum gelangen, was unangenehm sein kann. Wer es nicht ganz so eilig hat, kann mit dem Bleaching auch einfach bis nach der Aligner-Behandlung warten.
Welche Methode die richtige ist, muss vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden patientenabhängig entschieden werden. Sicherlich bietet eine gleichzeitige Aligner- und Bleaching-Behandlung Vorteile, sie ist aber nicht für jeden Menschen gleichermaßen gut geeignet. Lassen Sie sich am besten individuell beraten!
Was ist was?
- Was sind Aligner?
Aligner sind hauchdünne, transparente bzw. durchsichtige Zahnschienen, die auf dem Gebiss liegen und jederzeit herausgenommen werden können. Sie werden eingesetzt, um Zahnfehlstellungen sanft zu korrigieren. Aligner werden Tag und Nacht getragen. Nur zum Essen und Zähneputzen sollten sie für kurze Zeit entfernt werden, da die Zahnkorrektur sonst verzögert wird.
- Was sind Attachments?
Attachments sind kleine Zahnapplikationen, die aus Kompositmaterial bestehen und auf die Zähne aufgeklebt werden. Sie können verschiedenartig geformt sein. Da sie meistens transparent sind, sind sie fast nicht zu sehen, genau wie die durchsichtigen Zahnschienen. Attachments vergrößern die Kontaktfläche und verbessern den Halt des Aligners punktuell. Sie werden bei größeren Fehlständen bzw. umfangreicheren Bewegungen eingesetzt – vor allem wenn der Zahn aus dem Kiefer heraus bewegt (Extrusion) oder gedreht (rotiert) werden soll.
Quellen:
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